Bist du. Du heilst Dinge in mir, von denen ich gar nicht wusste, dass sie verletzt waren.

Unsere Beziehung holt alte Sachen an die Oberfläche.  Das haben frühere Beziehungen auch gemacht, der Unterschied aber ist, du heilst sie, noch während du sie hervorkramst. Ich bin nicht mehr allein. Weisst du eigentlich, wie schön das ist?

Und dann sagst du, dass du Angst hast. Dass ich irgendwann wieder gehen könnte. Und ich wünschte, du könntest, nur für einen Moment, das fühlen, was ich fühle. Ganz tief in mir drin. Du hättest keine Angst mehr.

Aber das geht leider nicht. Und ich merke gerade, alles was du für mich tust, tust du aus dieser Angst heraus. Nur, alles was ich brauche, ist Zeit. Denn nur die Zeit überzeugt dich vielleicht. Dass ich bleiben möchte. Ich bin doch immer nur gegangen, weil ich jedesmal Angst hatte, ich selbst sein zu dürfen. Weil, immer wenn ich soweit war, dass es sein könnte, mein Gegenüber nicht bereit dazu war.

Als dürfte man nicht Mensch sein. Nur bist du mehr Mensch, als ich je an einem Menschen bemerkt habe.

Und weißt du was? Das ist wahre Freiheit. Mensch sein.

Alle reden jetzt davon. Die Einschränkung unserer Freiheit. Und ich mache mich gerade ein bisschen lustig darüber. Es ist tatsächlich urkomisch.

Denn der Mensch ist frei. Das kann ihm niemand nehmen. Das heißt, wenn er sich traut, Mensch zu sein.

Bei dir darf ich das. Weil du auch so bist.

Ich habe beschlossen zu bleiben.

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Text: Petra Höberl

Bild: pixabay

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