Und

 

Du da sitzt, die Handflächen nach unten das Sofa berühren, mit gekreuzten Beinen.

Und zuerst atmest du flach und du fühlst dich nicht besonders wohl, aber du bleibst trotzdem sitzen, weil du irgendetwas willst.

Und nach einer Weile schalten sich deine Sinne dazu. Du hörst, siehst, fühlst, denkst, spürst.

 

Und während du das merkst, kannst du alle diese Empfindungen aus und zuschalten, wie die Instrumente und Töne bei einem Rockkonzert.

Du hörst die Autos draußen im Gleichklang mit deinem Herzschlag während hin und wieder ein Vogel zwitschert. Deine Augen sehen Lichter sich auf und ab bewegen.

Probeweise öffnest du sie und auch hier siehst du Licht und Schatten und du fühlst deine Beine und der Druck im Kopf ist ein Drum Solo, das augenblicklich aufhört während du das denkst.

 

Und du spürst etwas.

 

Du siehst dich plötzlich von außen dort sitzen. Im Einklang mit dem Universum und du verfasst in Gedanken schon diesen Text während immer noch Autos draußen vorbeifahren.

Und du denkst, dass du eine Verlängerung des Universums bist, während du spürst, dass du das Universum selbst bist. Und das alles gut ist.

 

Und dann riechst du. Du riechst dich selbst und es ist köstlich so wie du riechst. Und theoretisch könntest du noch stundenlang so sitzen.

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Text: Petra Höberl

Bild: pixabay

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