Und

Jeder Tag bringt mich ein kleines Stück zu mir.
Ja, das klingt so abgedroschen. Ich weiß.

Aber was ich nicht wusste, war. Dass es an deiner Seite geschieht. Und doch kann ich nicht sagen: ich brauch dich. Denn es würde nicht stimmen.

Ich brauch mich. Das trifft es besser.

Und ich schäme mich, denn.
Ich habe dich benützt. Ich habe dich zu einem Ding degradiert. Das Ding meiner Erwartungen. Meiner Ängste. Meiner Traumen. Sogar meiner Freude.

Es ist ein Wunder. Du bist immer noch hier.
Ich brauch mich, um das zu sehen. Und es zu ändern. Und seit ich das sehen kann, bringt es mich zu mir.

Ich habe immer noch Erwartungen und Ängste und Trauma. Und Freude. Nur bist du nicht mehr der Träger des ganzen. Du bist kein Objekt. Du bist Mensch.

Nichts hat sich verändert. Alles hat sich verändert.

Und du bist immer noch hier. Und ich schreibe Kauderwelsch. Und es spielt keine Rolle, ob du es verstehen kannst oder nicht. Weil ich zu mir spreche.

Und das macht mich so glücklich. So fühlt es sich also an. Dieses Gefühl, für das es gar kein Wort gibt. Am ehesten noch Würde?
Es spielt keine Rolle.

Danke❤

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Text: Petra Höberl

Bild: pixabay

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