Die Gedanken kreisen. Es geht immer um das eine. Du drehst und wendest es. Beleuchtest es von allen Seiten. Du lässt nichts anderes mehr herein. Situationen analysieren. Blicke interpretieren. Worte zerlegen. Und wieder von vorne. Du spielst es durch. In der Phantasie erschaffst du tausende Möglichkeiten. Energie geht verloren. Du speist das Konstrukt. Die Zahnräder deines Modells.

Du hast keinen Hunger. Du suchst. Du schaust. Wirst vorsichtig. Dein Modell wird immer größer. Immer mehr Zahnräder, immer mehr Energie. Es läuft. Du fühlst dich beschissen. Hast plötzlich Angst. Du beschneidest dich. Gehst verloren. Lass mich in Ruhe. Das Konstrukt wird zum Monster.

Du willst es vernichten. Stress. Gedankenkontrolle. Ich muss. Ich will. Ich soll. Es ändert seine Verpackung. Erwischt dich. Immer und immer wieder. Kein Ausweg. Verzweiflung.

Und dann schmeißt du alles hin. Es zerreißt dir das Herz, aber du siehst keinen Ausweg. Jetzt bist du alleine und völlig auf dich selbst zurückgeworfen. Aber zumindest das Monster hat sich verzogen. Oder?

Sag mir, dass es weg ist.

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Text: Petra Höberl

Bild: pixabay

 

 

2 Gedanken zu “Zauberlehrling

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