Wie viele Familienkonstellationen gibt es eigentlich? So viele wie es Familien gibt?

Unzählbar.

 

So wie auf einer Wiese es unzählbare Kleeblätter gibt. Oder Grashalme, und erst die Käfer die dort herumschwirren.

 

Und das Kind wird in diese eine Familie geboren.

Und fühlt sich wohl dort. So wie die Konstellation dort ist.

 

Wie der Grashalm beim nächsten Grashalm, und das Kleeblatt zwischen den Kleeblättern während die Mücken darüber tanzen.

 

Und unter der Wiese existiert ein weitverzweigtes Netzwerk von Wurzeln.

Ähnlich wie bei der Familie.

 

Und ist es nicht so, dass das Baby keine andere Wahl hat als sich dort wohl zu fühlen?

So wie es halt ist?

 

Und der Grashalm, wenn jemand drauf tritt?

Oder umknickt? Wächst er nicht weiter? Genährt von seinen Wurzeln?

 

Und wenn das Kind groß ist, und die ganzen Tritte und Knicke ansieht. Und trotzdem gewachsen ist. Jammert es dem großen Schuh hinterher? Oder dem Sturm?

 

Wie der Grashalm, der vielleicht nicht mehr so schön ist oder dem Kleeblatt dem ein Eckchen fehlt.

 

Wird die Wurzel beschimpft, weil es ihn genau an diesem Platz geboren hat?

Oder weil es die Mutter auch nicht besser wusste?

 

Aber ist es nicht so, dass man sich einfach ein zweites Blatt sucht, und kleine Blätter produziert? Mit Hilfe der Wurzel. In einer neuen Konstellation.

 

Und wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich wohl, dort wo ich geboren wurde. Trotz der Tritte, und Knicke.

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Text: Petra Höberl

Bild: pixabay

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