Kurz, bevor du mich geküsst hast
War ich umgeben von Fratzen.
Teuflische Gesichter, die mich verhöhnten und verlachten.
Geboren in einer sumpfigen Kloake
Voller Ratten und Gestank.

Kurz, bevor du mich geküsst hast
Ging ich jeden Tag schwimmen.
Verzweifelt durchforstete ich das Wasser
Auf der Suche nach etwas reinem.
Ich fand auch hier nur schmutziges.

Und dann hast du mich geküsst
Und ich schloss die Augen, weil das Licht
So blendete und ließ mich forttragen
In das schöne Land.
Wellen schlugen über mich und reinigten meine Seele und ich hörte sie jubeln.

Kurz nachdem du mich geküsst hast
Ging das Licht nicht mehr fort.
Es beleuchtete die dunklen Ecken
Und die Fratzen hatten Angst davor.
Ich brachte die Ratten um und wusch das Wasser.

Kurz nachdem du mich geküsst hast
Suchten mich viele Dämonen heim.
Ich ging mutig über deren Grenzen
Deinen Kuss noch auf den Lippen
Und sie wichen irgendwann
Weil sie die Liebe nicht ertragen können.

Text: Petra Höberl

Bild: pixabay

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