Geboren in der Materie.
Die Verführung beginnt.
Ich habe Hunger. Ich habe Durst.
Ich bin müde. Ich will spielen.

Bilder bauen. Ein großer Legoturm.
Ihn umschmeißen. Neue Bilder bauen.
Sie nochmal umwerfen. Ein Spiel.

Lernen. Rechnen. Schreiben. Sprechen.
Denken. Noch mehr Bilder.
Schicht um Schicht.
Freude. Enttäuschung.
Erwartungen. Hoffnungen.
Unendlich viele Bilder.

Begegnungen. Neue Bilder malen.
Alte Bilder entsorgen.
Bildung. Aus-Bildung. Fort-Bildung. Weiter-Bildung. Ab-Bildung. Ein-Bildung.
Miß-Bildung. Neu-Bildung. Vor-Bild.
Satz-Bild. Bildungsziel.

Und dann? Unendliche Verführung.
Immer und immer wieder.
Was ist mein Selbst-Bild? Ist es wahr?
Wie viele davon habe ich?

So viele sind schon gestorben.
Und so viele habe ich neu erschaffen.

Wovor habe ich Angst?
Vor dem Sterben? Stirbt nicht nur ein
weiteres Bild?

Was passiert, wenn ich kein neues
Bild mehr erschaffe?
Muß ich sterben, um zu leben?

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Text: Petra Höberl

Bild: pixabay

 

 

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