Parcival hockte alleine in seiner Wohnung. Sein Kater strich ihm über die Beine und schnurrte laut.

Ja der war der einzige der etwas von ihm wollte, und dann auch nur wenn er Hunger hat, dachte Parzival verdrießlich.

Vor ihm lagen all die Medikamente die er in den letzten Jahren gebunkert hatte.

Es juckte ihn in den Fingern alle auf einmal zu nehmen und sie mit einer Flasche Whiskey runter zu spülen.

Die Jahre tauchten vor ihm auf. Gute Zeiten, als er sich selbstständig gemacht hatte. Ein eigenes Restaurant. Frauen, Autos, Koks.

Da war er jemand.

Dann der Fall, Schulden, das Geschäft lief nicht, und die sogenannten Freunde.

Parcival lachte verbittert auf. So laut dass sein Kater erschrocken einen Satz zur Seite machte.

Ob meine Mutter damals geahnt hat, welche Bedeutung mein Name hat? dachte sich Parcival.

Der durch das tiefe Tal geht.

Nochmal ein müdes ironisches Lachen.

Er hatte seine Lektionen gelernt. Heute weiss er um was es geht, was er eigentlich immer gesucht hat. Und dennoch sitzt er nun hier.

Vor sich eine kunterbunte Medikamentensammlung.

Der Fernseher lief.

“Und nun zu den heutigen Schlagzeilen.

 

Heute morgen wurde ein Mann tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Er dürfte schon einige Tage dort gelegen sein. Nachbarn fiel plötzlich ein eigenartiger Geruch auf.

Augenscheinlich handelte es sich um Selbstmord. Ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen.”

 

Nur der Kater spitzte die Ohren.

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Text: Petra Höberl

Bild: pixabay/ PublicDomainPictures

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